Mein täglich Brot …

Den Gashebel meines Elektrotretrollers am Anschlag bretterte ich mit 25 km/h über die Asphaltbahnen der Stadt. Die Vormittagssonne im Rücken unterwegs Richtung Firma trug mich einzig der Wunsch nach Kaffee. Dem schwarzen Gold meiner allmorgendlichen Erlösung um gleich darauf, so versprach ich mir, sämtlich entgangene Kundenanrufe zu bedienen. Im Unternehmen angekommen begrüßte ich erst meinen Kollegen nur um anschließend ins nahegelegene Caféhaus zu flüchten. Dort entkam mir ein „Guten Morgen, Cappuccino bitte!“ während das Zündholz sündig eine Camel an meinen Lippen entflammte. Sämtliche meiner Verpflichtungen sofort vergessend lehnte ich mich zurück, doch nicht um zu entspannen. Nein, vielmehr durchfuhr mich ein komplexer Gedankenstrang und konfrontierte mich aller erst mit einer einfachen Frage „Was zur Hölle ist eigentlich Arbeit?“

Read more

Natives-Hopi-Ureinwohner

Langsam wandern weiße Wolkenfelder über den morgendlichen Himmel und verlieren sich verspielt in der rotglühenden Ferne. Ich stehe vor der Ruinenmetropole Teotihuacán in der Nähe Mexiko Citys und blinzle in den eben erwachten Tag. Es ist ruhig, nur ab und wann surrt ein Insekt vorüber oder stößt ein Vogel seinen Schrei aus. Ich drehe mich und erblicke die gewaltigen Pyramiden von Sonne und Mond inmitten dutzender von mesoamerikanischen Stufenbauten. Da erwacht diese einst so mächtige Metropole tief in meiner Vorstellungswelt plötzlich zum Leben und fragt: Was wäre wenn … hätten die amerikanischen Ureinwohner damals gegen den weißen Mann bestanden.

Read more